Das blaue Atelier – wer macht mit?

Projektname:

DAS BLAUE ATELIER

Standort: Klostergasse 11 – 13, 1180 Wien

Projektbetreiber: Verein für Kunsterfahrung

 

Projektleiter :

Mag.art. Wolfgang Dokulil

Klostergasse 11, 1180 Wien,

Projektteam: 2 – 4 KünstlerInnen

Mission Statement:

DAS BLAUE ATELIER bietet betreute Atelierplätze für Kunsterfahrung im psychosozialen Feld an. Motto: … ein Stück vom Himmel – hier und jetzt!

Atelier: 1180 Wien, Klostergasse 11, 150m² eingerichtete Werkstatt

Öffnungszeiten: Mo – Fr, 8 – 17 Uhr

Projektdauer: 12 Monate (ab Sicherstellung der Finanzierung!)

Abschluss: Prozessdokumentation und Ausstellung

Nach einer Evaluierung wird über die Fortsetzung des Projekts

entschieden.

Projektbeschreibung:

DAS BLAUE ATELIER ist ein soziales Projekt, das Atelierplätze für Menschen mit psychosozialen Problemen anbietet, insbesondere für Psychiatriebetroffene, Suchtkranke, Traumatisierte, Menschen mit Burnout, aber auch für somatische Rehabilitation und Bewährungshilfe

DAS BLAUE ATELIER sucht Institutionen, Vereine und Organisationen als Partner, die für ihre Klienten unser Angebot nutzen. Die Atelierplätze werden stundenweise angeboten (Minimum 4 Stunden pro Woche). Max. Teilnehmerzahl: 12 Personen

Die Atelierplätze, Werkzeug und geringes Materialbudget sind vorhanden, sowie versperrbare Garderobekästen. Sonst muss alles selbst beigebracht werden. Wir beginnen mit Nichts. Spontan wird ein experimentelles Szenarium entworfen, das vom Werk zum Prozess, von der Objekt- zur Selbsterfahrung fortschreitet. Wer künstlerisch formt, formt sich selbst. Jenseits aller materiellen Nützlichkeit steht die Selbstverwirklichung, die Entwicklung der Person im Vordergrund. Jeder Mensch muss selbst sein / ihr eigenes Verhältnis zwischen Gefühl und Vernunft suchen. Dafür gibt es nur individuelle Lösungen. Kunst erfindet ständig neue individuelle Gestaltungen zwischen Chaos und Ordnung, Zufall und Regel – und stellt so eine Kommunikation her zwischen Spontaneität und Vernunft. Wenn die künstlerische Tätigkeit offen bleibt und nicht zielgerichtet ist, hat Kunst als Selbsterfahrungsstrategie eine (selbst-) heilende Funktion.

Hier wird nicht gebastelt, es geht nicht um Kunsthandwerk oder um verkäufliche Kunstwerke und auch nicht um berufliche Integration in den Arbeitsmarkt. Artefakte des künstlerischen Prozesses werden in der Schlussausstellung der Öffentlichkeit präsentiert, sofern die KünstlerInnen einverstanden sind. Auch hier ist es Ziel und Zweck, die KlientInnen individuell zu ermutigen diesen Weg der Selbsterfahrung und Selbstheilung zu beschreiten.

Die Anforderungen an die KlientInnen sind vielfältig, weil nur das geschieht, was selbst gemacht wird:

freie künstlerische Tätigkeit, Produktion von bildender Kunst mit eigenem Ausdruck

Einkauf von Material, Material- und Werkzeugverwaltung

Erwerb von technischen Fähigkeiten, Erwerb einer produktiven Arbeitshaltung

Teilnahme an der Kommunikation in der Gruppe, tägliches Plenum: Mitbestimmung, Arbeitsbesprechung, Anwesenheitskontrolle, Protokollführung

Einhaltung von geregelten Zeiten und Rhythmen,

Mitarbeit am täglichen Ablauf (Bürotätigkeit, Reinigung, …)

Verbesserung der Leistungsfähigkeit und körperliche Ertüchtigung, tägl. Gymnastik

Ausstellungsorganisation und –aufbau

Dokumentation des Prozesses, Gestaltung des Weblogs „Das blaue Atelier“

Werbung, Pressearbeit , Sponsorenbetreuung

Gefördert wird: Training von Achtsamkeit und Kreativität, Stärkung von Widerstandkraft und Selbstwertgefühl, Aufbau von Hoffnung und Motivation zur Heilung und Integration, Ermutigung zur Selbsthilfe, Bildung von Selbsthilfegruppen, Empowerment zum öffentlichen Auftritt.

DAS BLAUE ATELIER begegnet einem mangelnden Angebot bzw. entspricht einem wachsenden Bedarf an Betreuung zur Integration und Stabilisierung der Situation von Menschen mit psychosozialen Problemen.

DAS BLAUE ATELIER ist auch ein sozialer Treffpunkt und als solcher die selbstbewusste, öffentliche Einforderung von freiem Raum. Die Selbstermächtigung der KlientInnen zu möglichst umfassender Teilhabe an allen gesellschaftlichen Bereichen und zur selbstbestimmten und gleichberechtigten Gestaltung ihres sozialen und kulturellen Lebensraumes ist uns ein Anliegen. Deshalb ist auch die Mitbestimmung der KlientInnen am Projekt erwünscht.

Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten, werden der Prozess und die Arbeitsergebnisse dokumentiert und in einem Weblog publiziert. Die Dokumentation beginnt mit einer Bestandsaufnahme der Erwartungen und endet mit einer Einschätzung der Ergebnisse durch alle Beteiligten.

Zur Finanzierung ersucht DAS BLAUE ATELIER um Spenden, Sponsoring und Förderungen (AMS Wien, ESF, Fonds Soziales Wien, Bundessozialamt Wien, NÖ, Bgld, MA 7 Kulturamt, departure, Kunstsektion des BM:UKK).

3 Antworten zu “Das blaue Atelier – wer macht mit?

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