Labyrinthos

eine Performance der KunstbeTriebs Company

Anestis Logothetis: https://db.musicaustria.at/node/59246

Mitwirkende:

Herbert Lacina, Andi Menrath, Yoram Rosilio – Musik

Carina Nekolny – Sprache

Stephanie Tietz – Tanz

Wolfgang Dokulil – live digital graphic

Die KunstbeTriebs Company erschafft in dieser Performance mittels Musik, Sprache, Tanz und Bild ein ganzheitliches Erlebnis von Anestis Logothetis musikalischer Grafik Labyrinthos.

Hauptsächlich ging es Logothetis um die Notation von Klang im Raum, Klang des Raumes, bzw. um die Entwicklung einer solchen Notation. Die musikalische Grafik lässt viele Interpretationsmöglichkeiten offen. So bleibt auch durch die  Erläuterungen zu Labyrinthos vieles undefiniert, bzw. der Interpretation der MusikerInnen überlassen. Logothetis schreibt: „Diese Art von Aufzeichnung soll klangcharakterliche Geschehnisse vermitteln und nicht als Improvisationsmittel aufgefasst werden.“ Seine Notation ist die Visualisierung von Raumklang und nicht primär von Struktur für Improvisation. Das bedeutet nicht, dass Improvisation nicht stattfinden dürfte. Das wäre bei dieser Art von Notation auch ganz unmöglich.

Die Partitur besteht aus Grafik und Text. Der Text erst definiert die Grafik als Klangereignis. Ohne diesenText wäre die Grafik auch als nach links blickender Kopf interpretierbar. Es gibt überhaupt keinen Grund die Grafik nicht auch als Choreografie zu sehen. Mit oder ohne Text. Der Text selbst hat ohne die Grafik den Charakter einer Bedienungsanleitung für ein unbekanntes Gerät. Was aber klar bleibt, ist der Titel: Labyrinthos. Die Grafik will den Klang im Labyrinth / eines Labyrinths bedeuten.

Musik ereignet sich nicht im leeren Raum. Im Konzertsaal ist das Erlebnis der Musik ein anderes als zuhause vor den Stereolautsprechern. In diesem Sinn sind die räumlichen und visuellen Gestaltungen im Rahmen der Performance, sowie die sprachliche und körperlich-tänzerische Performance von großem Einfluß auf das musikalische Erlebnis.